Abermanngasse

Aus City ABC

Abermanngasse

Abermanngasse

Bezirk
12., Meidling
Benennung
1894
Benannt nach
Heinrich Abermann
Länge in Metern
81,25
Gehzeit in Minuten
0,98
Vorherige Bezeichnungen
Gloriettegasse


Namensgebung und Geschichte

Die Abermanngasse ist eine sehr kurze Wohnstraße im Bezirksteil Hetzendorf (12., Meidling). Sie verbindet die Hetzendorfer Straße mit der Rosenhügelstraße und misst nur rund 81,25 m.

Einst hieß die Gasse "Gloriettegasse" - nach der Gloriette, die im Auftrag von Maria Theresia und Josef II. errichtet worden war (vor 1874).

Am 5.7.1894 wurde sie nach Heinrich Abermann (* 19. September 1583 Tuttlingen, Württenberg, † 21. April 1621 Wien) benannt. [1], [2]

ICON Persönlichkeit M.png

Abermann war im 16. Jahrhundert Rektor an der Bürgerschule zu St. Stephan[3] und unterrichtete dort Mathematik. 1619 veröffentlichte er die erste Stadtgeschichte Wiens in deutscher Sprache (die "Vienna Austriae" von Wolfgang Lazius).

An der ungeraden Straßenseite liegt der Friederike-Stoiber-Park.

Häuser der Gasse

Praktische Hinweise

Erreichbarkeit
Die Abermanngasse liegt im Bezirksteil Hetzendorf (12., Meidling) zwischen Hetzendorfer Straße und dem Bereich Rosenhügel/Donauländebahn. Am einfachsten erreicht man sie mit der Straßenbahnlinie 62 (Haltestellen Rosenhügelstraße bzw. Schloss Hetzendorf); dort bestehen Umstiege zu den Autobuslinien 16A und 63A sowie – je nach Tageszeit – zur Nachtlinie N62. Über den Knoten Rosenhügelstraße sind außerdem die Linien 56A und 58B erreichbar. Der Schnellbahnhof Wien Hetzendorf (S1, S2, S3, S4) ist in einem etwas längeren Fußweg erreichbar und bindet das Grätzl an die Stammstrecke an.
Besichtigungstipps
Ein kurzer Spaziergang durch die Abermanngasse lässt sich gut mit dem Friederike-Stoiber-Park an der ungeraden Straßenseite kombinieren, der zwischen Abermanngasse und Pronaygasse liegt und für Kinder einen kleinen Spielbereich bietet. In wenigen Minuten erreicht man außerdem Schloss Hetzendorf und das historische Ortszentrum von Hetzendorf entlang der Hetzendorfer Straße. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann von hier aus weiter Richtung Am Rosenhügel spazieren oder den Besuch mit einem Abstecher in die Parks und Grünanlagen Meidlings verbinden.
Abermanngasse – Überblick
Benennung
seit 1894 nach dem Historiker Heinrich Abermann; davor Gloriettegasse, benannt nach der Gloriette von Schönbrunn.
Anlage
sehr kurze Wohnstraße (rund 80 m) im Stadtteil Hetzendorf; verbindet die Hetzendorfer Straße mit dem Bereich Rosenhügel/Donauländebahn und erschließt eine kleine Wohnbebauung.
Lage/Charakter
ruhige, fast ausschließlich wohnlich geprägte Seitengasse am Südrand des Bezirks; Mischbild aus kleineren Wohnhäusern und neueren Wohnbauten, mit Blickbezügen zum leicht ansteigenden Rosenhügel.
Prägende Bauten
Häuserzeile Abermanngasse 1–8 sowie der unmittelbar angrenzende Friederike-Stoiber-Park zwischen Abermanngasse und Pronaygasse; im weiteren Umfeld Gemeindebauten und Schulstandorte an der Hetzendorfer Straße.
Kultur
Straßenname erinnert an Heinrich Abermann und seine deutschsprachige Wien-Geschichte; im Zusammenspiel mit nahe gelegenen Gassen und Parks (etwa dem Friederike-Stoiber-Park) ein Beispiel für die Verbindung von historischer Erinnerung und alltäglichem Wohnumfeld im Süden Meidlings.
Aktuell diskutiert
vor allem Fragen der Wohnraumentwicklung und Freiraumqualität im Umfeld von Hetzendorf und Rosenhügel; die Abermanngasse selbst bleibt eine kurze, verkehrsarme Adresse mit eher lokaler Bedeutung.


Navigation

→ weiter zu den kreuzenden Straßen Hetzendorfer Straße
→ weiter zu Abraham-a-Sancta-Clara-Straße (alphabetisch)
← zurück zu Kategorie:12. Bezirk - Straßennamen

Quellen

  1. Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Bd. 1. Kremayr & Scheriau, Wien 1992, S. 5
  2. Friedrich Umlauft: Namenbuch der Stadt Wien: die Namen der Straßen und Gassen, Plätze und Höfe, Vorstädte und Vororte im alten und neuen Wien. Hartleben Verlag, Wien, Pest, Leipzig, 1895; S.29
  3. Friedrich Umlauft: Namenbuch der Stadt Wien, A. Hartleben Verlag, Wien 1905, S. S1