Akademiestraße

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Akademiestraße

Akademiestraße

Bezirk
1., Innere Stadt
Benennung
1862
Benannt nach
Handelsakademie (damals neu erbaut)
Länge in Metern
295,74 Meter
Gehzeit in Minuten
3,56 Minuten
Vorherige Bezeichnungen
keine (Stadtummauerung)


Namensgebung und Geschichte

Benannt wurde diese Straße 1862 (laut Morgenpost vom 8.11.1862) nach der ehemaligen Handelsakademie, die heute Teil der Vienna Business-School ist.

Bis Anfang der 1860 kreuzte die Stadtmauer die Akademiestraße. Außerhalb der Mauer befand sich im Mittelalter die Vorstadt, vor dem Kärntnertor lag das Bürgerspital, etwa dort, wo heute der Kärntner Ring, die Akademiestraße und der Karlsplatz verlaufen (bis zum Wienfluss).

Dieses erste Bürgerspital wurde zwischen 1253 und 1257 gegründet, finanziert wurde es durch die Stiftungsbesitze, die es hatte. 1529 musste es abgerissen werden und in die Stadt (auf den Albertinaplatz, Areal des späteren Philipp-Hofs) verlegt werden, weil die Türken herannahten. Danach gehörte der Bereich zum Glacis und wurde seit dem 16. Jahrhundert nicht mehr verbaut. Erst durch den Abriss der Stadtmauer durch Kaiser Franz Joseph I. entstand 1862 die Akademiestraße.

Bis 1881 hieß der nördliche Teil Walfischplatz, das Stück zwischen Mahlerstraße und Kärntner-Ring heißt seit 2003 Max-Weiler-Platz, die Anrainer behielten jedoch ihre Postanschrift Akademiestraße. [1]

Die Häuser der Akademiestraße

Praktische Hinweise

Erreichbarkeit
U1, U2, U4 Karlsplatz (Ausgänge Oper/Resselpark) in wenigen Gehminuten; Straßenbahnlinien 1, 62 und Lokalbahn Wien–Baden entlang des Kärntner Ring/Karlsplatz; kurze Wege von Kärntner Straße und Stadtpark; keine eigene Haltestelle in der Straße, aber Schienenverkehr im südlichen Abschnitt.
Besichtigungstipps
Fassadenrundgang zu Akademiestraße 12 (Handelsakademie/Vienna Business School) und Seitenfront des Künstlerhauses am Karlsplatz; Abstecher zum Max-Weiler-Platz (Ringstraßengalerien) und weiter zum Karlsplatz-Ensemble mit Musikverein, Karlskirche und Wien Museum.
Akademiestraße – Überblick
Benennung
1862 nach der neu erbauten Handelsakademie der Wiener Kaufmannschaft; ältere Gassenbezeichnungen sind nicht überliefert.
Anlage
Querstraße im Ringstraßengebiet zwischen Krugerstraße/Walfischgasse und Karlsplatz; entstand nach Abtragung der Stadtmauer im Bereich des ehemaligen Glacis vor dem Kärntnertor.
Lage/Charakter
überwiegend historistische Wohn- und Geschäftshäuser der Ringstraßenzeit; geteilter Straßenraum mit abschnittsweise geringem Kfz- und Radverkehr, da Teile nur von Straßenbahn und Badner Bahn genutzt werden.
Prägende Bauten
Akademiestraße 12 (Handelsakademie/Vienna Business School, eines der frühesten öffentlichen Gebäude der Ringstraßenzone); Seitenfront des Künstlerhauses mit Stadtkino; Häuserblöcke am Max-Weiler-Platz mit Ringstraßengalerien.
Kultur
Schnittstelle des Karlsplatz-Kulturclusters (Künstlerhaus, Musikverein, Karlskirche, Wien Museum) mit der Geschäfts- und Bürolage rund um Kärntner Straße und Ring; Schulstandort der Vienna Business School.
Aktuell diskutiert
Weiterentwicklung des Karlsplatzes als Kultur- und Aufenthaltsort, Nutzung und Gestaltung des Max-Weiler-Platzes sowie die künftige Rolle des Künstlerhauses und seiner Nebennutzungen (Ausstellungen, Stadtkino).


Navigation

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Quellen

  1. Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Bd. 1. Kremayr & Scheriau, Wien 1992, S. 33