Beethovenplatz

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Beethovenplatz

Beethovenplatz

Bezirk
1., Innere Stadt
Benennung
1880
Benannt nach
Ludwig van Beethoven, Komponist
Länge in Metern
252,88 Meter (Umrundung) [1]
Gehzeit in Minuten
3,05 Minuten
Vorherige Bezeichnungen
keine, Glacis, Vorstadt vor dem Stubentor


Namensgebung und Geschichte

Blick auf das Akademische Gymnasium, Karlskirche und den unregulierten Wienfluss, Bermann (1880)

Der Platz wurde erst durch Abriss des Glacis (ein freizuhaltendes Schussfeld), das ab dem 16. Jahrhundert hier bestand, geschaffen, im Mittelalter war hier sogar noch die Vorstadt vor dem Stubentor. Nach Ludwig van Beethoven wurde der Platz erst 1880 genannt (Erstnennung bei Lehmann), im gleichen Jahr wurde das Denkmal enthüllt, das sich im Beethoven-Park befindet. 1878 hatte Lothar Abel den Beethovenplatz gestaltet, seine Anlage ist nicht erhalten. [2], [3]

Am 30.6.1899 wurde die Station der „Unteren Wientallinie“ (der Stadtbahn) eröffnet, die heute eine Station der U4 ist. Bis 1899 dauerte auch die hier gelegene Einwölbung des Wienflusses, der ursprünglich eine Seite des Platzes begrenzte. Am Rand des Mittelteils der Straße auf der Seite zum Konzerthaus verkehrten bis 1980 drei Straßenbahnlinien.

Das alte Bild (Aufnahme von 1875) zeigt das Akademische Gymnasium mit dem unregulierten Wienfluss, im Hintergrund ist die Karlskirche zu sehen, die gerade renoviert wird.

Bronzekunstwerk Beethoven

Steckbrief
Datierung / Enthüllung 4.12.2017
Künstler Markus Lüpertz
Material Bronze
Standort (genau) Beethovenplatz

Seit 4. Dezember 2017, dem 250. Geburtstag des Komponisten, befindet sich am Platz eine Leihgabe einer privaten Sammlerin, ein Bronzekunstwerk namens "Beethoven". Es ist ein Werk von Markus Lüpertz, und wird bis 2027 hier stehen. [4]

Das Kunstwerk, das 2,70 Meter hoch und bunt bemalt ist, besteht aus einem Kopf und einer dahinter aufragenden, sitzenden Figur ohne Arme und Beine, die einen Lorbeerkranz trägt.[5], [6]

Die Häuser des Platzes

Praktische Hinweise

Erreichbarkeit
U4 Stadtpark (Ausgang Johannesgasse) in wenigen Minuten über Johannesgasse und Lothringerstraße; U1, U2, U4 Karlsplatz (Ausgang Musikverein/Künstlerhaus) mit kurzem Fußweg über Bösendorferstraße oder Lothringerstraße. Straßenbahnlinien 2, D und 71 am Schwarzenbergplatz bzw. Gußhausstraße; Buslinie 4A mit Haltestellen im Bereich Lothringerstraße/Schwarzenbergplatz. Keine ÖV-Linien direkt am Beethovenplatz, aber mehrere Haltestellen rundherum.
Besichtigungstipps
Blickachse vom Beethovenplatz zum Konzerthaus und Akademietheater an der Lothringerstraße; Rundgang zu den Gründerzeitbauten am Platz (u. a. Schul- und Bürogebäude) und zum kleinen Parkdreieck mit Beethoven-Denkmal. Gut kombinierbar mit einem Spaziergang durch das Musikviertel zwischen Musikverein, Konzerthaus, Karlskirche und Stadtpark.
Beethovenplatz – Überblick
Benennung
benannt nach Ludwig van Beethoven; der Platzname verweist auf die starke Musiktradition im Umfeld von Musikverein, Konzerthaus und Stadtpark.
Anlage
platzartiger Aufweitungsraum der Bösendorferstraße/Lisztstraße zwischen Lothringerstraße und dem Musikvereinsviertel; entstand im Zuge der Ringstraßenverbauung und der planmäßigen Anlage des Kultur- und Botschaftsviertels südlich der Inneren Stadt.
Lage/Charakter
eher ruhiger, von Verkehr umflossener Stadtplatz mit Baumpflanzungen und kleinem Parkdreieck; umgeben von Schul-, Büro- und Wohnhäusern sowie Botschafts- und Institutsstandorten. Starke Durchwegung durch Schüler:innen, Büroleute und Konzertpublikum, aber kein klassischer Aufenthaltsplatz wie Karlsplatz oder Stadtpark.
Prägende Bauten
Schul- und Verwaltungsbauten an der Ost- und Westseite; Nähe zu Konzerthaus, Akademietheater und Musikverein; Sichtbezüge zur Karlskirche und zum Stadtpark. In vielen Stadtplänen Teil des größeren Musik- und Botschaftsviertels zwischen Karlskirche und Stadtpark.
Kultur
Teil des „Musikdreiecks“ Musikverein–Konzerthaus–Stadtpark, oft Durchgangsraum für Konzert- und Theaterbesuche; der Name Beethovenplatz knüpft an die zahlreichen Beethoven-Bezüge im Viertel an (Gedenktafeln, Programme, Denkmäler im nahen Stadtpark).
Aktuell diskutiert
vor allem Fragen der Verkehrsberuhigung, Querbarkeit und Gestaltung der Grünflächen im Zusammenhang mit größeren Projekten zur Neuordnung des Karlsplatz-/Lothringerstraße-Bereichs; im Alltag eher als funktionaler Schul- und Bürostandort wahrgenommen.


Navigation

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Quellen