Biberstraße

Aus City ABC

Biberstraße

Biberstraße

Bezirk
1., Innere Stadt
Benennung
Geschlecht der Biber (Byber)
Benannt nach
420,92 Meter [1]
Länge in Metern
5,07 Minuten
Gehzeit in Minuten
keine, Franz-Joseph-Kaserne
Vorherige Bezeichnungen
keine, Franz-Joseph-Kaserne


Namensgebung und Geschichte

Die Straße ist seit 1902 nach dem mittelalterlichen Geschlecht der Biber (Byber) benannt. Die Biber waren Ministerialien zur Zeit der Babenberger.

Der Bereich entstand erst nach Abriss der Franz-Joseph-Kaserne, erst nach diesem Abbruch konnte die Ringstraße im Bereich des Stubenrings vollendet werden.

Die Häuser der Straße

Praktische Hinweise

Erreichbarkeit
U3 Stubentor (Ausgang Stubenring/Dr.-Karl-Lueger-Platz) für das südliche Ende der Straße; U1, U4 Schwedenplatz (Ausgang Franz-Josefs-Kai) für den nördlichen Abschnitt. Straßenbahnlinien 1 und 2 am Stubenring bzw. Franz-Josefs-Kai; keine Öffi-Linie direkt in der Biberstraße, die Straße ist Einbahn und wird vor allem von Auto-, Rad- und Fußverkehr genutzt.
Besichtigungstipps
Rundgang vom Dr.-Karl-Lueger-Platz über die gesamte Biberstraße bis zum Franz-Josefs-Kai mit Blick auf die einheitliche späthistoristische Randbebauung um 1900; Eckhäuser mit secessionistischen Foyers und Jugendstildetails, Café Prückel (Erdgeschoß Dr.-Karl-Lueger-Platz 6/Biberstraße 2) und die Österreichische Postsparkasse von Otto Wagner (Biberstraße 13/Georg-Coch-Platz 2). Ergänzend lohnt ein kurzer Abstecher zum Gebäude der Wirtschaftskammer Wien (Rückfront Biberstraße 16–18) und zu den Gedenkzeichen in der Straße (Gedenktafel Karl Knapp, Stein der Erinnerung bei Biberstraße 22), gut kombinierbar mit einem Spaziergang durch Dominikanerbastei und Postgasse zum Donaukanal.


Biberstraße – Überblick
Benennung
seit 1902 nach dem mittelalterlichen Geschlecht der Biber (Byber), Ministerialen zur Zeit der Babenberger; der Name erinnert an die frühere Biberbastei und Biberschanze im Befestigungsbereich vor der alten Stadtmauer.
Anlage
planmäßig angelegte Neubauachse auf dem eingeebneten Gelände der ehemaligen Franz-Joseph-Kaserne; verbindet den Dr.-Karl-Lueger-Platz (Stubenring) in einem leichten Bogen mit dem Franz-Josefs-Kai und wird im Mittelteil durch den Georg-Coch-Platz gegliedert.
Lage/Charakter
rund 420 Meter lange Einbahnstraße parallel zu Stubenring und Dominikanerbastei; ruhige, aber gut befahrene Cityadresse ohne eigene Öffi-Linie, mit einheitlicher Blockrandverbauung des frühen 20. Jahrhunderts und Schwerpunkt auf Büros, Kanzleien und einigen Lokalen.
Prägende Bauten
ehemalige Post- und Telegraphendirektion an der Ecke Dr.-Karl-Lueger-Platz/Biberstraße 1; Café Prückel im Eckhaus Biberstraße 2; mehrere späthistoristische Miethäuser mit secessionistischen Foyers (u. a. Biberstraße 3, 5, 7, 9, 10, 22); Österreichische Postsparkasse von Otto Wagner (Biberstraße 13/Georg-Coch-Platz 2); Rückfronten von Wirtschaftskammer Wien (Biberstraße 16-18) und Bundesministerien am Stubenring und Franz-Josefs-Kai.
Kultur
typisches Beispiel für die Bebauung der ehemaligen Glacis- und Kasernenflächen nach 1900; wichtiger Ort für Architekturführungen zu Otto Wagner, spätem Historismus und Jugendstilfoyers; Erinnerungsort durch Gedenktafel für den Gewerkschafter Karl Knapp (Biberstraße 5) und den Stein der Erinnerung für ermordete jüdische Bewohnerinnen und Bewohner in Biberstraße 22.
Aktuell diskutiert
eher im Rahmen größerer Themen wie Verkehrsführung am Stubenring/Franz-Josefs-Kai, Donaukanal-Radroute und Umgang mit denkmalgeschützter Gründerzeit- und Jugendstilbebauung; punktuell im Kontext von Gedenkprojekten (Steine der Erinnerung, NS-Verfolgung) und der Nutzung der großen Verwaltungs- und Bankgebäude rund um den Georg-Coch-Platz.


Quellen

  1. Datenquelle: Stadt Wien - data.wien.gv.at