Blumenstockgasse

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Blumenstockgasse

Blumenstockgasse

Bezirk
1., Innere Stadt
Benennung
1862
Benannt nach
Wirtshaus Zum alten Blumenstock
Länge in Metern
62,23 Meter[1]
Gehzeit in Minuten
0,75 Minuten
Vorherige Bezeichnungen
Teil der Ballgasse


Namensgebung und Geschichte

Rechts aus der Ballgasse zweigt die Blumenstockgasse ab, hier lag das Kloster zur Heiligen Agnes (auch „Kloster zur Himmelpforte“).

Der Klostergarten mit zahlreichen Blumentöpfen (und der Haupteingang zu dem Garten) erstreckten sich bis hier her – daher kam wohl der Name Blumenstockgasse. Amtlich ist die Gasse, die ehemals ein Teil der Ballgasse war, seit 1862 so benannt – nach dem gleichnamigen Bierhaus "Zum alten Blumenstock" (Ballgasse 6). Hier wurde 1818 die „Ludlamshöhle“ gegründet – ein Künstlerclub „zur Pflege des holden Unsinns“.

Die Häuser der Gasse

Praktische Hinweise

Erreichbarkeit
U1, U3 Stephansplatz (Fußweg über Kärntner Straße und Franziskanerplatz); U1, U4 Schwedenplatz (über Franz-Josefs-Kai und Weihburggasse zum Franziskanerplatz); U3 Stubentor (über Wollzeile und Weihburggasse). Die Blumenstockgasse selbst ist reine Fußgängerzone ohne Kfz-Verkehr; nächstgelegene Haltestellen sind Stephansplatz und die Ring-/Kai-Stationen rund um die Oper bzw. Schwedenplatz.
Besichtigungstipps
Kurzer Spaziergang von der Ballgasse zum Franziskanerplatz durch den schmalen Gassenraum; Blick auf die einheitliche spätbarocke und josephinische Bebauung, auf die Rückseite von Franziskanerplatz 5 und die Verbindung zur Ballgasse mit ihren überwölbten Durchgängen. Gut kombinierbar mit einem Besuch der Franziskanerkirche sowie einem Grätzl-Rundgang durch Weihburggasse, Grünangergasse und Singerstraße.
Blumenstockgasse – Überblick
Benennung
seit dem 18. Jahrhundert nach dem Hauszeichen Zum Blumenstock; die heutige Schreibweise Blumenstockgasse hat sich im 19. Jahrhundert verfestigt.
Anlage
kurze Verbindungsgasse zwischen Ballgasse und Franziskanerplatz im dicht bebauten Altstadtgrätzl südlich des Stephansdom; der Verlauf entspricht einer alten Hof- und Hintergassenbeziehung im Umfeld des ehemaligen Himmelpfortklosters.
Lage/Charakter
sehr schmale, leicht geknickte Fußgängergasse ohne Durchzugsverkehr; typischer „Schlucht“-Gassenraum mit mehrgeschoßiger Randbebauung und starkem Altstadtcharakter, eher Durchgang als Aufenthaltsort.
Prägende Bauten
Wohn- und Geschäftshäuser des 18. und frühen 19. Jahrhunderts, zum Teil mit barocken Kernen; Anschluss an die überwölbten Durchgänge von Franziskanerplatz 5 und an die Häuserzeilen der Ballgasse; Erdgeschoßnutzung vorwiegend Gastronomie und kleine Lokale.
Kultur
Teil des kleinteiligen Netzwerks aus Gassen und Höfen rund um Franziskanerplatz und Ballgasse; oft Station in Stadtspaziergängen, die Alt-Wien-Gassen, Innenhöfe und religiöse Zentren (Franziskanerkirche, naher Stephansdom) verbinden.
Aktuell diskutiert
vor allem im Rahmen übergeordneter Themen wie Altstadterhaltung, Lieferverkehr in engen Fußgängerzonen und touristische Nutzung des Franziskanergrätzls; keine eigenständigen Großprojekte, eher Detailfragen zu Erdgeschoßnutzungen und Pflaster-/Beleuchtungsgestaltung.
Navigation

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Quellen

  1. Datenquelle: Stadt Wien - data.wien.gv.at