Harkortstraße

Aus City ABC

Harkortstraße

Harkortstraße

Bezirk
2., Leopoldstadt
Benennung
1898
Benannt nach
Kaspar Johann Harkort
Länge in Metern
178,74
Gehzeit in Minuten
2,15
Vorherige Bezeichnungen
-


Namensgebung und Geschichte

Die Harkortstraße wurde am 6. Juli 1898 nach Kaspar Johann Harkort benannt, einem deutschen Unternehmer aus der Stahl- und Eisenindustrie, dessen Firma unter anderem die Rotunde für die Wiener Weltausstellung 1873 sowie die Ostbahnbrücke über den Donaukanal errichtete. Die Benennung nimmt damit direkt auf die damals noch bestehende Rotunde und das nahe Messe- und Ausstellungsareal Bezug, die das Umfeld des heutigen Stuwerviertels prägten.[1][2][3]

Am 16. Juni 1905 wurde die Straße in Richtung damaliger Kronprinz-Rudolf-Straße (heute Lassallestraße) verlängert, um die neu verbauten Flächen zwischen Nordbahnhof und Weltausstellungsgelände besser zu erschließen. Im Zuge der weiteren Umstrukturierung des Viertels nach der Donauregulierung und dem Ausbau der Verkehrsanlagen wurden Teile des Straßenzugs am 19. Oktober 1906 aus der Harkortstraße ausgegliedert und als Molkereistraße neu benannt, die heute eine eigene, an das Messeareal anschließende Straße bildet.

Die Umgebung der Harkortstraße wurde ab den 1920er Jahren zunehmend von kommunalen Wohnbauten des Roten Wien geprägt. Mit den späteren Stadtentwicklungsprojekten rund um Nordbahnhof und Nordbahnviertel hat die Gasse heute vor allem die Rolle einer lokalen Verbindungsstraße zwischen den großmaßstäblichen Anlagen an der Lassallestraße, dem Max-Winter-Platz und den Wohngebieten an der Ybbsstraße.

Die Häuser der Straße

Die Harkortstraße ist durch kommunale Wohnhausanlagen des frühen 20. Jahrhunderts geprägt, die typische Elemente des Roten Wien – Innenhöfe, Loggien, Balkone und klar gegliederte Fassaden – in relativ kompaktem Maßstab zeigen.

Praktische Hinweise

Erreichbarkeit
Am bequemsten erreicht man die Harkortstraße über die U1-Station Vorgartenstraße; von dort sind es wenige Gehminuten durch das Wohngebiet entlang von Lassallestraße und Ybbsstraße. Alternativ bietet sich der Umstieg am Verkehrsknoten Praterstern an, von wo Buslinie 82A direkt bis zur Haltestelle Harkortstraße fährt.
Harkortstraße – Überblick
Bezirk / Lage
2., Leopoldstadt; kurze Verbindungsgasse zwischen Lassallestraße, Max-Winter-Platz und dem Bereich Molkereistraße / Ybbsstraße im Stuwerviertel bzw. am Übergang zum Nordbahnviertel.
Umgebung
In fußläufiger Distanz liegen der Max-Winter-Park, das Stadtentwicklungsgebiet Nordbahnviertel, der Praterstern sowie das Messegelände rund um Messe-Prater. Nahversorgung, Gastronomie und weitere Infrastruktur konzentrieren sich vor allem entlang der Lassallestraße und am Vorgartenmarkt.
Charakter der Gasse
Vorwiegend von Gemeindebauten und jüngeren Wohnhäusern gesäumte, relativ kurze Durchgangsstraße mit Busführung (82A). Das Straßenbild wird von Balkonen, Loggien und den Baumreihen entlang der Fahrbahn geprägt; der Durchzugsverkehr ist gegenüber den großen Achsen in der Umgebung eher gering.
Hinweise
Die Harkortstraße eignet sich weniger als eigenständiger Stadtspaziergang, sondern eher als kurzer Verbindungsweg im Grätzel. Für Architekturinteressierte bieten die Gemeindebauten Harkortstraße 3 und der Hermann-Fischer-Hof an der Ecke Ybbsstraße / Harkortstraße jedoch ein anschauliches Beispiel der Wohnbaupolitik des Roten Wien im Umfeld des Nordbahnhofs.
Navigation

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Quellen

  1. Liste der Straßennamen von Wien/Leopoldstadt, Eintrag Harkortstraße, de.wikipedia.org.
  2. Straßennamen, 2. Bezirk, austriasites.com, Eintrag Harkortstraße.
  3. https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Harkortstra%C3%9Fe