Makartgasse
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Namensgebung und Geschichte
Die Gasse hieß ursprünglich Schillergasse und wurde 1894 nach dem Maler Hans Makart umbenannt.
Die Makartgasse ist eine sehr kurze Gasse in der Ringstraßenzone der Inneren Stadt. Sie entstand im Zuge der Glacisverbauung nach dem Abbruch der Stadtbefestigungen und wurde 1870 zunächst als Schillergasse eröffnet. Mit Beschluss vom 5. Juli 1894 erhielt sie ihren heutigen Namen Makartgasse und erinnert seither an Hans Makart. [1]
Topographisch verbindet die Gasse den Schillerplatz mit dem Getreidemarkt und liegt damit unmittelbar an der Akademie der bildenden Künste; die Akademie bildet den großen Block zwischen Schillerplatz, Getreidemarkt, Gauermanngasse und Makartgasse.
Hans Makart
Hans (eigentlich Johann Evangelist Ferdinand Apolinaris der Ältere) Makart (28.5.1840 – 3.10.1884) kam 1848 nach Wien, um Maler zu werden. Sein Vorbild war sein Vater, der – als Hans 8 Jahre alt war – nach Italien ging, um dort die Malerei zu studieren, und ein Jahr später in Imola starb.
Makart studierte an der Akademie der bildenden Künste in der Meisterklasse von Rüben, der ihn jedoch als untalentiert entließ. Makart wechselte daher in die Akademien von Salzburg und München und machte bis 1869 zahlreiche Reisen. 1870 wurde er nach Wien berufen, wo ihm auf Staatskosten ein Atelier im 4. Bezirk (Gußhausstraße 25, Kunsterzgießerei) eingerichtet wurde. Am 15.3.1878 wurde er zum Leiter der Spezialschule für Historienmalerei an der Akademie der bildenden Künste ernannt. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören die 12 Lünettenbilder im Kunsthistorischen Museum, der „Jagdzug der Diana“, und „Die fünf Sinne“.
Hans Makart (1840–1884) gilt als einer der repräsentativen Künstler der Ringstraßenepoche; sein Name steht für den dekorativen Historismus und die festliche Inszenierung von Kunst im öffentlichen Raum. Die Umbenennung der früheren Schillergasse in Makartgasse ist ein typisches Beispiel dafür, wie in der Ringstraßenzone Künstlernamen gezielt als „Adressmarker“ einer neuen, großstädtischen Stadtlandschaft eingesetzt wurden.
Die Häuser der Gasse
- Makartgasse 1, Nibelungenhof
- Makartgasse 2, Akademie der bildenden Künste
- Makartgasse 3, Akademiehof
Praktische Hinweise
- Erreichbarkeit
- Die Makartgasse liegt im Umfeld von Oper/Karlsplatz und ist über U-Bahn (U1/U2/U4 Karlsplatz/Oper), Ringstraßenlinien sowie Citybus-Achsen gut erreichbar; je nach Zugang bietet sich der Weg über Schillerplatz bzw. den Getreidemarkt an.
- Besichtigungstipps
- Der kurze Straßenzug ist vor allem als „Scharnier“ zwischen Schillerplatz und Getreidemarkt interessant: Hier lässt sich die Blockstruktur der Ringstraßenzeit gut ablesen (Akademieblock, Nibelungenhof und die dichte Achse der Parallelgassen).
| Makartgasse – Überblick |
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Quellen
- ↑ Makartgasse – Wien Geschichte Wiki. https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Makartgasse