Simmeringer Hauptstraße 283
Das Concordia Schlössl wurde 1881 an der Simmeringer Hauptstraße 283 errichtet – damals als Kontor der k.u.k. Steinmetzfirma Sommer & Weniger, die Monumente herstellte.
Ursprünglich stand das Gebäude im Jahr 1873 im Wiener Prater im Rahmen der Weltausstellung und wurde später nach Simmering versetzt .
Am Eingang befindet sich eine überlebensgroße Christusstatue, eine große Uhr zeigt stets „5 vor 12“ – ein visuelles Symbol für Zeitlosigkeit und menschliche Vergänglichkeit.
Leerstand und Wiederbelebung
Nach dem Niedergang der Steinmetzbetriebe und längerer Unbenutzung erwarb Friedrich Falkner 1988 das Anwesen und verwandelte es in ein Gastronomie- und Kulturobjekt, bekannt als die „Kleine Oper Wien“.
Ab 1988 wurden hier regelmäßige Salon- und Arienabende abgehalten, die dem Schlössl seinen Beinamen einbrachten.
Gastronomie & kultureller Treffpunkt
In den Folgejahren wurde das Gebäude behutsam restauriert, um die historische Bausubstanz zu erhalten: Holzverkleidungen, Stuckdecken und die charakteristische Uhr blieben erhalten .
2016 übernahm das Wiener Unternehmen Cateringkultur GmbH, das den Betrieb modernisierte, ohne die nostalgische Atmosphäre zu verlieren . Heute steht es für traditionelle Wiener Küche (mit legendären Schnitzelvarianten) und als Veranstaltungsort für Vintage-Hochzeiten, Galadiners und Bälle im Stil der 1920er Jahr.
Höhepunkte & Prominenz
Das Schlössl wurde über die Jahre Treffpunkt für Kulturschaffende und internationale Gäste wie Friedensreich Hundertwasser, Vivianne Westwood, Helmut Newton, Hans‑Joachim Kulenkampff und viele mehr .
Heute finden dort regelmäßig stilvolle Bälle, kulturelle Events und kunstvolle Veranstaltungen statt, z. B. der Burlesque Silvester Ball im Glamour-Stil der 1920er Jahre.