Stephansdom: Das Grabmal des Alexander von Masowien

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Stephansdom

DAS GRABMAL DES ALEXANDER VON MASOWIEN

Das Grabmal des Alexander von Masowien ist eine spätgotische Grabplatte, die heute als Wandgrabplatte im Frauenchor des Stephansdoms zu sehen ist. Sie erinnert an einen Dompropst, der in Wien starb und über kirchliche Ämter weit über Österreich hinaus wirkte.


Epitaph von Alexander von Masowien

Epitaph von Alexander von Masowien

Im Frauenchor findet sich ein schön erhaltenes Grabmal aus Marmor, das den Kardinal Alexander Herzog von Masowien (auch Masovien oder Massovien, polnisch: Aleksander Mazowiecki, * 1400 in Płock, Polen; † 4. Juni 1444 in Wien) zeigt. Dass die spätgotische Platte heute an der Wand angebracht ist, gehört zur späteren Geschichte vieler Grabdenkmäler im Dom: Sie wurden versetzt, um den Raum anders zu nutzen oder um sie besser zu schützen und sichtbar zu machen.

Der Kardinal war von 1423 bis zu seinem Tod Fürstbischof von Trient, ab 1442 auch Dompropst von St. Stephan. Am 2.6.1444, also zwei Tage vor seinem Tod, erhob man ihn noch zum Patriarchen von Aquileja. Da er jedoch vom Gegenpapst Felix V. berufen worden war, scheint er heute in keinem Verzeichnis römischer Kardinäle oder Bischöfe auf. [1][2]

Quellen

  1. Rudolf Bachleitner: Der Wiener Dom, Wiener Dom-Verlag, 1966, Wien, S. 34
  2. https://geschichte.univie.ac.at/de/personen/alexander-herzog-von-massovien