Die Vision im Thronsaal
1., Innere Stadt Hofburg Erzherzogin Elisabeth von Württemberg Vision Hofburgsage Todesvorzeichen 18. Jahrhundert
Historischer Hintergrund
Elisabeth Wilhelmine Louise von Württemberg (* 21. April 1767 in Treptow an der Rega; † 18. Februar 1790 in Wien) war tatsächlich die Ehefrau des Erzherzog Franz, dem Neffen des Kaisers Joseph II., der später als Kaisers Franz bekannt wurde. 1782 kam Elisabeth nach Wien und wurde hier, im Salesianerinnenkloster zur späteren Regentin erzogen. Am 6. Januar 1788 fand in Wien die Hochzeit statt.
Joseph II. kümmerte sich besonders um das Mädchen, die es ihm mit ihrem jugendlichem Charme dankte. Elisabeth wurde 1789 schwanger, litt jedoch an dieser Schwangerschaft, die Sorge um den mittlerweile schwer erkrankten Kaiser trug dazu bei.
Als der Kaiser am 15.2.1790 die letzte Ölung empfangen hatte, durfte auch Elisabeth endlich zu ihm - bis dahin war ihr der Besuch nicht gestattet worden, man fürchtete, dass der schlechte Zustand des Kaisers sie zu sehr mitnehmen würde. Der Besuch fand im Dunklen statt, dafür hatte der Kaiser gesorgt, doch Elisabeth fiel trotzdem in Ohnmacht, als sie den schwerkranken Mann sah. Am 17. Februar kam ihr Kind - nach 24 Stunden Wehen - mit einer Notoperation vorzeitig auf die Welt, und überlebte immerhin noch ein Jahr lang. Elisabeth starb am 18. Februar, einen Tag nach der Geburt.
Der Kaiser überlebte sie um zwei Tage, er schloss am 20.2.1790 für immer seine Augen.
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Quellen
- ↑ Quelle: Gugitz, Gustav, Die Sagen und Legenden der Stadt Wien, Wien 1952, S. 155