Judenplatz 8
- Bezirk
- 1., Innere Stadt
- Aliasadressen
- =Judenplatz 8
- Konskriptionsnummer
- vor 1862: 343
- vor 1847: 343
- vor 1821: 373
- vor 1795: 273
- Baujahr
- 1693
- Architekten (Bau)
- unbekannt
Das Misrachi-Haus - Architektur und Geschichte
Das Haus stammt aus dem Jahr 1693.
Zwischen 1786 und 1802 ist der Bankier Michael Josef Arnstein als Besitzer vermerkt. Ab 1862 kam die Familie Mendeles in Besitz des Hauses, die auch den Umbau 1907 veranlassen ließ. Diese Familie gründete auch die Mendeles'sche Siftung, in die das Haus übertragen wurde. Die Stiftung wurde später zur "Allgemeinen Stiftung für jüdische Fürsorge" umgewandelt.
Im 2. Weltkrieg wurde das Haus beschlagnahmt, im Zuge des Rückstellungsverfahrens wurde es der Israelitischen Kultusgemeinde zugesprochen.
Heute ist hier das Jüdische Museum zu finden.
✡ Das Jüdische Museum
Im Misrachi-Haus ist eines der beiden Jüdischen Museen zu finden (das andere befindet sich in der Dorotheergasse). Diese Räumlichkeiten dokumentieren seit der Eröffnung am 25.10.2000 das soziale, kulturelle und religiöse Leben der Wiener Juden im Mittelalter. Die Räumlichkeiten sind klein, jedoch modern und hell gestaltet.
Von den Ausstellungsräumlichkeiten, in denen man auch einen virtuellen Rundgang durch das Jüdische Wien im 14. Jahrhundert erleben kann, gelangt man hinunter zu den Fundamenten der alten Synagoge, 4,5 Meter unter dem Straßengrund.[1], [2]
Eintritt
Das Museum ist an folgenden Tagen geöffnet:
- So - Do, 10:00 - 18:00
- Fr, 10:00 - 14:00
- Ende März bis Ende Oktober: Fr, 10:00 - 17:00
Der Eintritt kostet für Erwachsene €10,00, das Ticket gilt auch für das Jüdisches Museum Dorotheergasse.
Gedenktafel
Dank und Anerkennung der Gerechten unter den
Völkern, welche in den Jahren der Schoah unter Einsatz
ihres Lebens Juden geholfen haben, den Nachstellungen
der Nazischergen zu entgehen und so zu überleben
Die jüdischen Gemeinden Österreichs
Wien, im Monat April 2001
- Judenplatz 8
Vorgängerhäuser
Erstmals wird das Haus 1421 erwähnt, als die Juden aus der Stadt vertrieben wurden und das Gebäude von Albrecht V. beschlagnahmt wurde.
1509 brach ein großer Brand aus, die Ruine blieb bis 1528 unverändert.
Zwischen 1786 und 1802 ist der Bankier Michael Josef Arnstein als Besitzer vermerkt. Ab 1862 kam die Familie Mendeles in Besitz des Hauses, die auch den Umbau 1907 veranlassen ließ. Diese Familie gründete auch die Mendeles'sche Siftung, in die das Haus übertragen wurde. Die Stiftung wurde später zur "Allgemeinen Stiftung für jüdische Fürsorge" umgewandelt.
Ausgrabungen
1995 fand man bei Ausgrabungen am Platz die größte mittelalterliche Synagoge Europas.
| Ausgrabungscode | Zeitliche Einordnung | Beschreibung der Fundstücke |
|---|---|---|
| 199714 | Römerzeit/Mittelalter/Neuzeit | Im Jahr 1997 wurde im Anschluss an die Ausgrabung der Synagoge mit der archäologischen Bauuntersuchung des Misrachi-Hauses begonnen. |
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